Nach ihrer Ausbildung zur Goldschmiedin studierte Simone Geißler an der Akademie der Bildenden Künste Nürnberg in der Gold- und Silberschmiedeklasse. Ihr Studium bei Professorin Ulla Mayer schloss sie 2006 als Meisterschülerin ab. Nach zahlreichen internationalen Ausstellungsbeteiligungen eröffnete Simone Geißler ihre Werkstattgalerie in der Nürnberger Altstadt, vis-à-vis der mittelalterlichen Sebalduskirche (Irrerstraße 1).

Die strikte Unterscheidung zwischen freier und angewandter Kunst wurde bereits vor 100 Jahren durch das Bauhaus und andere Avantgardeströmungen der Moderne kritisch hinterfragt. Auch für Simone Geißler sind Handwerk, Design und Kunst untrennbar miteinander verbunden.

Vielfach stellt Simone Geißler die Spezifika des verwendeten Werkstoffs in den gestalterischen Mittelpunkt und konzipiert ihre Schmuckstücke vom Material ausgehend. Andere Arbeiten reflektieren traditionelle Schmuckformen, die in eine zeitgenössische Formensprache übertragen werden. Alltägliche Zufallsfunde und Beobachtungen können ebenso Inspiration für Transformationen in Schmuck sein. In diesem Kontext stehen auch Werke, die die Schönheit im Unperfekten entdecken lassen: Formen, Strukturen und Oberflächen, die eine sehr eigene, spezifische Ästhetik entwickeln.

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